2. Tag der Bundesjugendkonferenz

Einmischen, engagieren, gestalten

Bunte Bälle mit Botschaft – daraus bestand im Kern die Aktion der Delegierten am Nachmittag des zweiten Konferenztages. Im Rahmen der Kampagne IG-BCE-Jugend-Be.wegung waren die Teilnehmer – abseits der Antragsberatungen – aufgerufen, ihre Botschaft auf einen Ball zu schreiben und gemeinsam in die Mitte eines großen Lakens zu werfen.

Andreas Reeg

Einige Botschaften auf den Bällen: mehr Mitbestimmung, Solidarität und eine gute Ausbildung. Einige Botschaften auf den Bällen: mehr Mitbestimmung, Solidarität und eine gute Ausbildung.
26.05.2017
  • Von: Marco Jelic Alexander Reupke
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„Genau das macht diese Konferenz und Gewerkschaftsarbeit im Allgemeinen aus: Es geht darum, aus verschiedenen Meinungen einen gemeinsamen Weg zu finden“, findet Benedikt Reinhard, Jugend- und Auszubildendenvertreter beim bayrischen Chemieunternehmen Renolit und Delegierter aus dem Landesbezirk Bayern.

Der 22-Jährige hat den Begriff „Mitbestimmung“ auf den Ball geschrieben und in das Tuch geworfen. „Das ist ein wichtiges Anliegen, ich will eine starke Stimme für die Azubis im Betrieb sein“, betont Bendedikt Reinhard.

Andreas Reeg

„Das ist ein wichtiges Anliegen, ich will eine starke Stimme für die Azubis im Betrieb sein“, sagt Bendedikt Reinhard. „Das ist ein wichtiges Anliegen, ich will eine starke Stimme für die Azubis im Betrieb sein“, sagt Bendedikt Reinhard.

Die Kampagne soll die Jugend motivieren, sich einzumischen, zu engagieren und aktiv zu gestalten – den Betrieb, den Tarif, die Gesellschaft und die Politik. Aktion statt Reaktion. Die Jugend als Zukunftsgestalter. Zahlreiche Aktivitäten liefen in den letzten Jahren auf Bezirks-, Landesbezirks-, und Bundesebene in ganz Deutschland.

„Wir sind eine verdammt geile IG-BCE-Jugend“, sagt Jacqueline Kluge, Mitglied im Bundesjugendausschuss. Für sie steht der Solidaritätsgedanke an erster Stelle. Denn nur „gemeinsam sind wir stark“, sagt die 24-Jährige, die auch JAV-Vorsitzende bei Boehringer Ingelheim Pharma ist. Für sie steht dafür sinnbildlich die Kampagne Be.wegung.

Andreas Reeg

„Wir sind eine verdammt geile IG-BCE-Jugend“, sagt Jacqueline Kluge. „Wir sind eine verdammt geile IG-BCE-Jugend“, sagt Jacqueline Kluge.

Für die 25-jährige Bayer-Pharmakantin Tamara Hill aus dem Landesbezirk Nordrhein ist es wichtig, die politischen Entwicklungen zu beobachten: „In Zeiten des Rechtspopulismus müssen wir als Gewerkschaftsjugend wachsam sein und Stellung beziehen.“ Gefreut hat sich das Mitglied des Landesbezirksjugendausschusses daher zum Beispiel über die starke Präsenz der IG-BCE-Jugend bei der Anti-AfD-Demo Ende April dieses Jahres in Köln: „Da sind zahlreiche Azubis aus den Betrieben und junge Gewerkschaftsmitglieder unserem Aufruf gefolgt und haben sich uns angeschlossen. Das zeigt: Wir können mobilisieren und die Menschen dafür begeistern, ihre Stimme gemeinsam mit uns zu erheben. Das müssen wir auch in Zukunft weiter tun!“

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„In Zeiten des Rechtspopulismus müssen wir als Gewerkschaftsjugend wachsam sein und Stellung beziehen“, sagt Tamara Hill. „In Zeiten des Rechtspopulismus müssen wir als Gewerkschaftsjugend wachsam sein und Stellung beziehen“, sagt Tamara Hill.

Beatrice Schreiner und Yassine Chaikhoun aus dem Landesbezirk Hessen-Thüringen mischen sich als junge Gewerkschafter ebenfalls ein, um ganz konkret in ihrem Umfeld etwas zu bewegen. „Bei der IG BCE-Jugend habe ich Leute in meinem Alter gefunden, die etwas ändern wollen, die politisch sind. Wir müssen an die Politik herantreten mit unseren Forderungen, das sind die Adressaten“, sagt der 25-Jährige. „Aber wir müssen auch die Gesellschaft verändern, das spielt in die Politik hinein“, ergänzt Beatrice Schreiner.

Andreas Reeg

Beatrice Schreiner und Yassine Chaikhoun aus dem Landesbezirk Hessen-Thüringen. Mit viel Engagement dabei: Beatrice Schreiner und Yassine Chaikhoun.

Meinungen austauschen, Politik erklären, für die gewerkschaftlichen Werte einstehen:  Das mache sie als Teamerin mit jungen JAV-Mitgliedern, aber auch in der Familie und im Freundeskreis. Die beiden sind sich einig, beides – Gesellschaft und Politik – muss die IG-BCE-Jugend aktiv angehen, um ihre Interessen einzubringen. So erzählt Yassine von einer öffentlichkeitswirksamen Aktion der IG-BCE-Jugend im Bezirk Rhein-Main, bei der sie auf dem zentralen Frankfurter Römer-Platz die Missstände einer maroden Berufsschule angeprangert haben. Die Kommunalpolitik hat das aufgenommen, die baufällige Schule wird abgerissen, eine neue gebaut. „Das war ein riesen Erfolg und hat mir gezeigt: Man kann etwas gestalten, wenn man sich engagiert.“

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