1. Tag der Bundesjugendkonferenz

Jugend in Bewegung – es geht los!

„Ich freue mich auf die angeregten Diskussionen“, sagt die 21-jährige Wencke Macher, die Vorsitzende des Landesbezirksjugendausschusses (LBJA) in Baden-Württemberg, und fügt augenzwinkernd hinzu: „Es darf natürlich auch ein bisschen gefeiert werden.“ Die menschliche Komponente spielt auch für Paul Gerscht, stellvertretender LBJA-Vorsitzenden aus dem Landesbezirk Nordost, natürlich eine Rolle – im Vordergrund stehen die inhaltlichen Debatten: „Das wird spannend und ich hoffe, dass ich mich einbringen kann.“

Andreas Reeg

Auf dem Weg zur Konferenz. Auf dem Weg zu spannenden und kontroversen Debatten.
25.05.2017
  • Von: Marco Jelic

Die beiden sind ins rheinland-pfälzische Frankenthal gereist, um vom 25. bis 28. Mai gemeinsam auf der 6. IG-BCE-Bundesjugendkonferenz über die politischen Weichenstellung der nächsten vier Jahre zu diskutieren - und zu entscheiden. Getreu dem Motto der Konferenz: „Unser Leben gemeinsam Be.Wegen“. Wencke Macher und Paul Gerscht sind zwei von 150 jungen IG-BCE-Delegierten und insgesamt 350 Teilnehmern, die in diesen Tagen über die künftige Ausrichtung der Gewerkschaft beraten – stellvertretend für die 70 000 jugendlichen IG-BCE-Mitglieder unter 27 Jahren.

Die Themenpalette der Anträge, die in den kommenden Tagen abgearbeitet werden, ist vielfältig – sie reicht von der Stärkung der dualen Ausbildung und der jugendlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, über die sinnvolle Gestaltung der Energiewende bis hin zur Digitalisierung in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Darin sieht die IG-BCE-Jugend eine zentrale Zukunftsherausforderung. Sichere berufliche Perspektiven für junge Menschen zu schaffen, ist ein Kernanliegen der IG-BCE-Jugend, das auch in den Anträgen aufgegriffen wird. „Bei der dualen Berufsausbildung sehe ich großen Handlungsbedarf. Hier müssen wir uns klar positionieren“, fordert der 25-jährige Paul Gerscht aus dem sächsischen Riesa.

Andreas Reeg

„Bei der dualen Berufsausbildung sehe ich großen Handlungsbedarf. Hier müssen wir uns klar positionieren“, fordert Paul Gerscht. „Bei der dualen Berufsausbildung sehe ich großen Handlungsbedarf. Hier müssen wir uns klar positionieren“, fordert Paul Gerscht.

Auch gesellschaftspolitisch wird sich die IG-BCE-Jugend positionieren: mit Anträgen für ein soziales Europa und einer klaren Absage an Nationalismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Für Wenke Macher ist es eine Aufgabe der Gewerkschaftsjugend, gegen Rechtspopulismus in der Gesellschaft aktiv zu werden. Sie will sich dafür einsetzen, die Bildungsarbeit auszubauen: „Gerade in Zeiten, in denen rechtspopulistische Tendenzen gibt, müssen wir als IG-BCE-Jugend klar machen, wie wichtig die politische Bildung ist. Wir müssen aufgeklärt sein und das Wissen dann in die Gesellschaft tragen.“

Andreas Reeg

"Wir müssen als IG-BCE-Jugend klar machen, wie wichtig die politische Bildung ist", sagt Wencke Macher. „Gerade in Zeiten, in denen rechtspopulistische Tendenzen gibt, müssen wir als IG-BCE-Jugend klar machen, wie wichtig die politische Bildung ist", sagt Wencke Macher.

Für ihren Kollegen Paul aus dem Landesbezirk Nordost ist gerade die Bundesjugendkonferenz ein Zeichen gelebter Demokratie: „Dass junge Menschen die Möglichkeit haben, politische Prozesse mitzugestalten, das ist nicht Usus, das müssen wir nutzen!“ In diesem Sinne liegen vor den 350 jugendlichen IG-BCE-Mitgliedern spannende, debattenreiche Tage, in denen sie gemeinsam ihr Leben „Be.Wegen“.

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