Statement Maren Wentzel

Ausbildung: Leistungen verstärkt im Fokus

Wir begrüßen das Bekenntnis zur eigenen, bedarfsorientierten dualen Ausbildung sowie der sinnvollen Nutzung digitaler Medien. Diese Punkte sprachen wir bereits auf der Vertrauensleutevollversammlung im Dezember 2019 an.
Uns ist die Qualität der Ausbildung ein großes Anliegen. Wir glauben, dass viele Effizienzmaßnahmen der vergangenen Jahre die Ausbildungsqualität nicht erhöhten. Daher hofften wir, die Verhandlungen dazu nutzen zu können, für mehr Ressourcen in der zentralen Ausbildung zu werben.

„Am Ende steht ein Kompromiss“

Die Vereinbarung ist ein großes Zugeständnis unsererseits, den wir als JAV zwar mittragen, in der Umsetzung jedoch scharf im Blick halten werden. Im Zuge der Verhandlungen wurde die Regelungsabrede 101, in welcher der Übernahmeprozess vereinbart ist, um eine zusätzliche Orientierung ergänzt. Die theoretischen und praktischen Leistungen in der Berufsschule und der zentralen Ausbildung stehen nun bei der Feststellung der persönlichen Eignung verstärkt im Fokus. Das Unternehmen möchte die Azubis dadurch stärker motivieren. Dabei stellt sich uns die Frage, wem das helfen soll. Für Auszubildende, die die Leistungsanforderungen heute schon nicht erfüllen können, ist eine Orientierung anhand von Noten keine Unterstützung, sondern zusätzlicher Druck. Uneingeschränkt geeigneten Fachkräftenachwuchs erhalten wir nicht durch verschärfte Leistungskriterien, sondern unter anderem durch individuelle Unterstützung leistungsschwächerer Azubis. Zudem benötigen wir Ausbildungs- und Lehrpersonal mit ausreichend Zeitkapazitäten.

Die kommplette Ausgabe des Kurieres gibt es hier:

Nach oben