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15.03.2019

Von: Daniel Behrendt

Chemie-Tarifrunde 2019

Jetzt mitreden per Messenger

Größere Freiräume und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit: Diese Forderungen stellt die IG BCE in diesem Jahr ins Zentrum ihrer Tarifpolitik. Dazu sollen die konkreten Erfahrungen und Wünsche der Mitglieder einfließen: Wie stark nehmen sie Arbeitsbelastung wahr, wo wünschen sie sich mehr Freiheiten? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat die IG BCE eine Umfrage zu den Auswirkungen der Digitalisierung gestartet und bietet ihren Mitgliedern mit dem Messenger-Service Beteiligungsmöglichkeiten für die Chemie-Tarifrunde.

Chemie-Tarifrunde 2019 - Umfrage

Die Geschäfte in den IG-BCE-Branchen laufen rund – doch für viele Kolleginnen und Kollegen ist die Arbeit zunehmend Last statt Lust: Fachkräftemangel, Digitalisierung und Arbeitsverdichtung führen dazu, dass bis zum Anschlag gearbeitet werden muss und die beruflichen Anforderungen stetig steigen. „Die Beschäftigten verdienen Entlastung und ein Mehr an Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten“, sagt der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis.

Forderungen nach mehr Zeitsouveränität, lebensphasengerechtem Arbeiten und tragfähigen Konzepten für die Weiterbildung sind deshalb zentrale Themen der Chemie-Tarifrunde 2019. Um diese Herausforderungen ergebnisorientiert anzupacken, haben die Sozialpartner in der zurückliegenden Runde im September 2018 die „Roadmap Arbeit 4.0" vereinbart – mit dem Ziel, im Herbst konkrete Maßnahmen zu vereinbaren.

Die Roadmap sieht die Schaffung von Instrumenten vor, die Arbeitnehmern mehr Zeitsouveränität und variablere Arbeitszeiten ermöglichen. Zudem sollen aus Mitteln des Unterstützungsvereins der chemischen Industrie (UCI) die Qualifizierungsangebote für die Beschäftigten mit Blick auf Digitalisierung und Wandel der Arbeitswelt verbessert werden.

Bereits im Juni wird die IG BCE ihre Forderungsempfehlung präsentieren – und damit die Pflöcke für die Verhandlungen im Herbst einschlagen. Schon jetzt arbeitet die IG BCE mit Hochdruck am Thema Zeitsouveränität. So steht das 5. Forum Arbeitspolitik in Bad Münder am 20. und 21. März ganz im Zeichen der Kernfragen der „Roadmap Arbeit 4.0“. Der Anspruch ist es dabei, unsere Forderungen hart an der konkreten Arbeitswirklichkeit und den Wünschen der Beschäftigten zu formulieren.

Deshalb sind Mitglieder schon jetzt eingeladen, sich in die Diskussion einzubringen. Noch bis zum 31. März können die Beschäftigen aller IG-BCE-Branchen an der Online-Befragung zum digitalen Wandel in den Betrieben, dem „Monitor Digitalisierung“, teilnehmen, der gemeinsam von IG BCE und der Stiftung Arbeit und Umwelt durchgeführt wird. „Wir wollen von den Kolleginnen und Kollegen erfahren, wie sie die Digitalisierung erleben, welchen Einfluss technologischer Wandel auf ihren Arbeitsplatz hat und wie sich das auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt“, sagt Francesco Grioli, im geschäftsführenden Hauptvorstand verantwortlich für das Themenfeld Digitalisierung. „Die Resonanz ist beeindruckend“, so Grioli. Schon zur Halbzeit Befragung hätten sich mehr als 9000 Menschen beteiligt. Der Monitor soll bis Ende Mai ausgewertet sein, damit gewonnene Erkenntnisse auch in den Forderungsbeschluss einfließen können.

Doch damit nicht genug: Die IG BCE begibt sich auch auf die Suche nach den ganz persönlichen Erlebnissen und Wünschen ihrer Mitglieder. Dazu startet am 22. März für die Abonnenten des Chemie-Messengers eine exklusive Dialog-Aktion – um ganz direkt zu erfahren, wie es um ihre konkrete Belastung im Job vor Ort steht, wo sie sich mehr Freiheiten wünschen und welche Erwartungen sie für die kommende Tarifrunde an ihre IG BCE haben. „Nach der engagierten Beteiligung am Messenger im Vorjahr wollen wir die Kollegen in diesem Jahr noch intensiver einbinden“, betont Tarifvorstand Ralf Sikorski. „Eure Meinung zählt! Sie schärft unsere Argumente und gibt uns den nötigen Rückenwind für die Verhandlungen.“

Hier für den Messenger anmelden und mitdiskutieren: