Papierhersteller UPM bleibt im Flächentarif

Eine Absichtserklärung ist unterzeichnet – die Grundlage für Verhandlungen ist gelegt.

UPM bleibt im Papier-Arbeitgeberverband. Dies ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs zwischen IG BCE und dem Konzern Ende Januar. IG-BCE-Tarifpolitiker Peter Hausmann begrüßte die Entscheidung des Unternehmens als einen echten "Fortschritt. Jetzt ist der Weg frei, um die schwierigen Probleme angemessen erörtern und tragfähige Lösungen finden zu können."

IG BCE

Gegen die UPM-Pläne gab es an den Produktionsstandorten (wie hier in Hürth) heftige Proteste. Gegen die UPM-Pläne gab es an den Produktionsstandorten (wie hier in Hürth) heftige Proteste.
31.01.2013
  • Von: Michael Denecke

In einer Absichtserklärung haben IG BCE und UPM die Grundsätze eines sozialpartnerschaftlichen Umgangs miteinander bekräftigt. Konkret wurde vereinbart, für die Standorte Plattling und später Hürth Verhandlungen aufzunehmen. Ziel ist es, einheitliche Arbeitsbedingungen auf Basis des Flächentarifvertrags festzulegen.
 
Anfang Dezember hatte UPM angekündigt, mit allen seinen deutschen Werken den Papier-Arbeitgeberverband verlassen zu wollen. (siehe kompakt Heft 01/2013). Damit waren das System des Flächentarifvertrags infrage gestellt und Dauerkonflikte um Haustarifverträge programmiert.
 
Dies konnte niemand wollen, der ernsthaft an einer guten wirtschaftlichen Entwicklung der Papierindustrie interessiert ist. Der jetzt gefundene grundsätzliche Konsens, so Peter Hausmann, "ist Ausdruck der ökonomischen und tarifpolitischen Vernunft".

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