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02.10.2019

Von: Axel Stefan Sonntag

Chemie-Tarifrunde Rheinland-Pfalz endet ohne Ergebnis

Verhandlungsführer Roland Strasser: "Sparen wichtiger als motivierte Beschäftigte?“

Die erste Verhandlungsrunde für die rund 70.000 Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Chemie-Industrie endete ergebnislos. Die Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Rheinland-Pfalz sieht jedoch keinen Grund, von ihren beschlossenen Forderungen nach Entlastung im Beruf, Sicherheit im Pflegefall und realer Entgelterhöhung abzurücken. „Wir haben keine Krise!“, betont Landesbezirksleiter und Verhandlungsführer Roland Strasser.

Tarifverhandlung 2019 unsere Tarifkommission in der Verhandlung

„Wir kommen von acht Rekordjahren in Folge“, argumentiert Strasser. „Jetzt stellen wir einen leichten wirtschaftlichen Abschwung fest, der die Unternehmenserfolge wieder auf ein normales Niveau hebt. Weshalb die Arbeitgeber dies als Krise definieren, ist für uns ein Rätsel. Scheinbar kennnen sie nach jahrelangen Rekordgewinnen das normale Niveau nicht mehr“, so der Verhandlungsführer. 

Langfristige Attraktivität der Branche im Fokus 

„Unserer Tarifkommission kommt es darauf an, die Chemiebranche langfristig attraktiv zu halten. Unser innovatives Forderungspaket ist die Antwort auf die Herausforderungen der Branche. Wir sind uns sicher, dass wir damit im harten Ringen um Fachkräfte die Menschen für die Chemische Industrie gewinnen. Die Arbeitgeber dürfen den Fachkräftemangel nicht immer nur bedauern, sie müssen unsere Lösungsvorschläge dafür nun endlich aufgreifen.“

Die IG BCE Rheinland-Pfalz bleibt auch nach dem Ende der ersten Verhandlungsrunde bei ihren Forderungen:

  • Einrichtung eines tariflichen individuellen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1.000 € über das alle Beschäftigten, einschließlich der Auszubildenden, individuell verfügen können. Damit gestalten wir moderne Arbeitsbedingungen, insbesondere zur Umwandlung in lebensphasenorientierte Zeitentlastung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten.
  • Eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen.
  • Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.
  • Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung.  

Die IG BCE Rheinland-Pfalz hat den laufenden Entgelttarifvertrag für die Chemische Industrie Rheinland-Pfalz zum 31.10.2019 gekündigt.

Die Tarifkommission des Landesbezirks hat nun die Bundestarifkommission der IG BCE damit beauftragt, in ihrem Auftrag weiter zu verhandeln.

1. Verhandlungstermin ist der 21./22.10.2019.

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  • Tarifrunde

    Die Tarifkommissionsmitglieder verfolgen die Präsentation der Arbeitgeber - und antworten mit guten Gegenargumenten.

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